Semesterschwerpunkt Griechenland

Semesterschwerpunkt "Griechenland"

 

<Am Anfang...>  In Griechenland liegen die europäischen Wurzeln demokratischer Staatsformen. Aus u. a. griechischen Geistesschätzen nährte sich die „Wiedergeburt der Antike“, die Renaissance. So viel unseres Kulturerbes wurde inspiriert von alten griechischen Errungenschaften. Und dem gegenüber steht der Stereotyp des Tourismuslieblingszieles: türkises Meer, weiße Häuser, Wein, Oliven, Feta und ein paar Ruinen. Griechenland alles inklusive. Und noch ein drittes Bild haben wir vom Land der wunderschönen Inseln: Die Krisen, welche das Land in die Mangel nehmen, geben sich die Klinke in die Hand. Eigentlich, so meint eine befreundete Griechin, hat das moderne Griechenland noch keinen Halt gefunden: Osmanische Regenten, deutsche Königshand, Briten, kleinasiatische Katastrophe, vom Naziterror in die Militärdiktatur, Demokratie in Familienregie, Finanzkrise, Finanzkrise, Finanzkrise, Flüchtlingskrise, ökologische Krise... Schon immer verlassen Griechen ihr Land, um im Ausland überleben zu können. Und doch gehen junge Griech*innen auch zurück in ihre Heimat, selbst in der finanziellen Schräglage, um Neues aufzubauen. Machen die Not zur Tugend und wollen nicht verzweifeln. Irgendwo da unten in der Großstadt Athen ziert ein Street-Art-Kunstwerk des Künstlers STMTS eine Wand: Kinder schauen in ihrem unschuldigen Spiel auf um sie herunterfallende Business-Typen mit deren Autos, Akten und Bankentürmen. Triumphiert ihre farbenfrohe Realität? Mitten in der grauen Finanzkrise malt STMTS trotzig Hoffnung wie diese in seine Stadt. Das bleibt eine der griechischen Stärken: immer wieder einen Anfang zu wagen, hartnäckig das Leben zu lieben. Wir rücken so in diesem Jahr der Europawahlen und des VHS-Mottos „miteinander voneinander lernen“ nicht die Krisen, sondern viel mehr den Mut und das Verbindende ins Licht, welche Griechenland und das aus ihm geborene geistige Erbe uns schenken. Pàme paidià!

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So nah wie nie: Zwischen Fastnacht und Fasten Expedition in die Welt des Pieter Bruegel in 8K


Kursnummer 241206001
Beginn Di., 27.02.2024, 19:00 - 20:30 Uhr
Kursentgelt 5,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Prof. Dr. Werner Mezger
Kursort
Verfügbare Dokumente Für diesen Kurs sind keine Dokumente vorhanden.

NEUER TERMIN: DIENSTAG 27.02.2024

Woran man an der Fasent noch gar nicht denken mag, ist der Aschermittwoch. Und doch gehören Fastnacht und Fastenzeit untrennbar zusammen. Wie eng diese beiden Seiten des Lebens miteinander verknüpft sind, darüber haben sich große Künstler bereits im 16. Jahrhundert Gedanken gemacht. Den Höhepunkt dieser Auseinandersetzung bildet das berühmte Gemälde „Kampf der Fastnacht mit den Fasten“ aus dem Jahr 1559 von Pieter Bruegel d. Ä., das heute im Kunsthistorischen Museum in Wien hängt. Dieses Meisterwerk nutzt der Vortrag als Quelle, denn obwohl es in den Niederlanden entstanden ist, erklärt es viele Traditionen, die heute während und nach den närrischen Tagen auch noch in unserer Region lebendig sind. Mit seinen annähernd 200 Figuren und einer Fülle von Sinnbezügen ist Bruegels Gemälde eine unerschöpfliche Fundgrube für die Kulturgeschichte.

Brillante Abbildungen lassen Sie eintauchen in die faszinierende Welt der frühen Neuzeit. Möglich wird dies erst durch höchstauflösende Fotografien in 8 K, wie man sie in solcher Qualität und Schärfe noch nie gesehen hat. So ist der Vortrag auch eine optische Premiere, denn selbst die Betrachtung des Originals in Wien ist nicht annähernd so beeindruckend wie die Wiedergabe kleiner und kleinster Bildausschnitte in heutiger Technik.

Werner Mezger, bekannt durch zahlreiche Rundfunk- und Fernsehsendungen, war bis 2019 Professor für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie an der Universität Freiburg und bis 2021 Direktor des Freiburger Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa (IVDE).


Karten an der Abendkasse.



(c) Pieter Bruegel d. Ä. Wikimedia ((c) Pieter Bruegel d. Ä. Wikimedia)
(c) Peter Schmenger ((c) Peter Schmenger)

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