Semesterschwerpunkt Lichtblicke
Semesterschwerpunkt "Lichtblicke"
Veranstaltung "tun wir. tun wir. was dazu. Pazifisten, Widerständige, Visionäre" (Nr. 120104) wurde in den Warenkorb gelegt.

Gleiches zieht Gleiches an. Eigentlich schrieb René Barjavel ja "das Auge macht das Licht". Auch wenn es ohne die Physik des Lichtes kein Sehen gibt, "wird es" doch erst "Licht" mit dem Seh-Sinn des Menschen, also wenn wir die Augen öffnen.
Es gibt endlose Listen von Begriffen, die wir aus dem für uns so essenziellen Licht abgeleitet haben, um von Wissen, Erkenntnis und Bewusstheit zu sprechen. Ebenso von dem sonnigen Gefühl, wenn geistig und seelische Schwere aufgelöst sind. Da es doch so lebenswichtig ist, was, wenn es uns abhanden zu kommen scheint? Wenn wir, wo wir hinsehen, meinen, nur Dunkel zu schauen? Wie in Zeiten, in denen sich Pandemie, Krieg und Klimawandel wie Riesen auftürmen, die buchstäblich alles in den Schatten stellen. Dann geht uns bald die Kraft und die Hoffnung aus, wir erstarren. Hans Rosling, der bekannte Mediziner und Statistiker zeigt in seinem erhellenden Test auf (gerne googeln oder "Factfulness" lesen), dass wir die Welt jedoch als viel schlechter einschätzen, als die Fakten hergeben. Und dann verzagen, weil wir glauben, an all dem zunehmend Katastrophalen nichts ändern zu können.
In diesem Sinne ist Verzweiflung "unrealistisch" bemerkt die Journalistin Ronja von Wurmb-Seibel: sie meint den hypnotisierenden, hypermediatisierten, verzerrten Fokus auf das Negative. Das ist, wie wenn man nur noch auf den schwarzen Punkt auf einem weißen Blatt starrt. Sie fordert keinen naiven Optimismus, sondern die Formel "Scheiße plus X". Wir alle haben in unserem Leben Positives und Veränderung zum Besseren erlebt, um zu wissen, dass sie existiert. Also sehen-suchen wir doch und weiten wir unseren Blick auf das "X", wenn es düster
scheint: Auf das, was gleichzeitig auch da ist und das, was die "Scheiße" schließlich überwinden wird. Alles, was jetzt gut ist - was uns jeden Tag ein Stück strahlen lässt. Und alles, was sicher gut werden kann - die Möglichkeiten, die wir sehen. Die kleinen und großen genialen Lösungen, die mutigen menschlichen Gesten. Da ist es wieder, das Auge, welches das Licht macht.
Das "Licht blickt". In diesem Semester geht es darum: Dinge zu entdecken, zu erleben, neu zu denken, die wie Glühwürmchen schwärmen. Die Rückkehr zum Frieden nach einem schrecklichen Genozid. Die Würde von misshandelten Frauen, die ihr Leben wieder aufbauen. Das Gelingen von nachhaltigem Leben in so vielen Ecken der Welt. Lektionen aus der Geschichte, wo in Sackgassen Seitentüren aufgingen. Eine Hommage an alle Mütter. Im Beruf einen Schritt gehen. Selber tanzen. Selber ein Windlicht basteln. Selber in Meditation das innere Licht hüten. Bis auch wir wieder leuchten. Wer Licht sieht wird Sterne ernten.




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