Allgemeinbildung
Allgemeinbildung / Kursdetails

Ende der Schonzeit


Kursnummer 221120102
Beginn Do., 17.03.2022, 19:00 - 22:00 Uhr
Kursentgelt 5,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Clemens Bühler
Kursort Offenburg Kath. Zentrum St. Fidelis
Verfügbare Dokumente Für diesen Kurs sind keine Dokumente vorhanden.

In einer Einführung verortet ein Referent/ eine Referentin den Film in seiner Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Es werden Zusammenhänge zum Gesamtwerk des Regisseurs oder zu anderen Filmen aufgezeigt. Für ein "tieferes" Verständnis helfen auch genauere Blicke auf Details und ihre Machart. Um fremdsprachliche Filme besser zu verstehen, werden auch Schlüsselvokabeln oder sprachliche Besonderheiten erläutert. Ein offener Meinungsaustausch rundet das Filmerlebnis ab. Pro Semester widmen wir uns einem ganz speziellen Thema, unter dem wir die Filme aussuchen.

Auf dem scheinbar idyllischen Schwarzwaldhof kehrt Unruhe ein in die eingespielte Gleichförmigkeit des Alltags. Der Bauer stöbert 1942 beim Wildern einen flüchtigen Juden auf und bringt ihn mit nach Hause. Da ihr Knecht in den Krieg eingezogen wurde, nehmen die kinderlosen Bauersleute Albert als Arbeitskraft auf und verstecken ihn. Das Leben mit der Natur und von der Natur ist hart. Die Angst entdeckt zu werden, macht zusätzlichen Druck. Und als Albert bedrängt wird, für den Bauern einen Stammhalter zu zeugen, nehmen die Spannungen in der Wohngemeinschaft zu. Im Dorf wird schon lange über die Kinderlosigkeit des Paars geredet. Und vor dem Parteileiter im Ort, der die Wilderei deckt, müssen sie sich besonders in Acht nehmen. Für Pflanzen und Tiere gibt es eine Schonzeit. Doch auch die Protagonisten müssen erkennen, dass ihre jeweilige Schonzeit befristet ist.
"Ein großer, leiser Film", urteilt der Südwestrundfunk. Die dramatische Handlung spielt sich in kurzen und prägnanten Szenen ab, weitgehend ohne dramatische Effekte. Im Mittelpunkt stehen die drei Hauptfiguren als Gefangene ihrer Situation mit wechselnden Gefühlen. In ihrem Debüt als Spielfilmregisseurin thematisiert Franziska Schlotterer ungleiche Machtverhältnisse und Abhängigkeiten, die den Menschen korrumpieren. "Sind wir - wenn es uns opportun erscheint - alle in der Lage, unser Gewissen auszublenden, sobald die Gesellschaft um uns herum unser Fehlverhalten nicht ahndet? Und wohin führt das?"
Deutschland/Israel 2012, 98 Min., Regie: Franziska Schlotterer
Kooperationspartner: Kath. Bildungszentrum Offenburg


Bitte rufen Sie zur Anmeldung an: 0781 9250-40


Volkshochschule Offenburg e. V.

Weingartenstr. 34 b | 77654 Offenburg
0781 9364-200
0781 9364-212
anmeldung@vhs-offenburg.de

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr
Montag bis Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr