Fakta14

Wer hat’s gefunden? Die Isländer!

2020 jährt sich der 1000ste Todestag von Leif Eriksson, dem „wahren Entdecker“ Amerikas lange vor Christoph Columbus.

Über Leif's Erikssons Herkunft ringen sich momentan 3 Staaten:
Norwegen sieht Leif Eriksson als Norweger , da sein Vater Erik der Rote ein verbannter Norweger sei, Island als Geburtsort von Leif Eriksson macht ihn zum Isländer und auf Grönland lebte Leif seit früher Kindheit und startete auch von hier aus zu seiner "Vinland-Fahrt".

Zwei Sagas berichten in historische Schriften über Leifs Leben und die Seefahrerleistungen: die Eiríks saga rauða (“Saga Erik des Roten”) und das Flateyjarbók („Buch der flachen Inseln“).

Leif Eriksson wurde um 970 als Sohn Eriks des Roten und seiner Frau Thjodhild geboren. Da Familiennamen in Skandinavien oft mit dem Zusatz "Sohn von" gebildet werden, nannte sich Leif "Eriksson", also "Eriks Sohn". Und da die Landnahme in Grönland um 986 begann, ist bei dem vermuteten Geburtsdatum von einer Geburt auf Island auszugehen.
Leif Eriksson hat als erster Wikinger eine Handelsverbindung zwischen Grönland, Norwegen und Schottland geschaffen, was zur damaligen Zeit eine seefahrerische Meisterleistung darstellt. Der Name des Kaufmanns Bjarni Herjulfsson ist nun wichtig, denn der hatte im Jahr 986 auf seiner Fahrt von Island nach Grönland wohl als erster Europäer Amerika gesichtet:
„Er sei einmal, so sagt Bjarni, durch starke Winde von seiner üblichen Handelsroute weit nach Westen abgetrieben worden. Statt von Island nach Grönland sei er an eine Küste gekommen, die reich an Wäldern gewesen sei. Freilich sei er wohlweislich nicht an Land gegangen – man wisse ja nie, welche Gefahren einen dort erwarteten.

Wenn diese Darstellung aus der „Grönländer Saga“ stimmt, ist Bjarni der erste „Nordmann“ gewesen, der das neue Land gesichtet hat. Sein Hinweis auf die Wälder muss all den Wikingern, die hoch im Norden siedeln, ähnlich verführerisch in den Ohren klingen wie ein paar Jahrhunderte später den Spaniern die Legenden vom angeblichen Goldreich El Dorado. Holz gibt es weder auf Island noch auf Grönland. Es muss von Skandinavien in langen Fahrten über das Meer hergebracht werden.“ (National Geographic)

So lieferte Bjarni Leif Eriksson erste wichtige Informationen über die ungefähre Route in dieses unbekannte Land. Leif suchte im Jahre 1000 danach und wurde auch fündig – er nannte es "Vinland". Wein wuchs auf Vinland, wahrscheinlich die nördlich von Neufundland gelegene "Belle isle", nicht. Doch gab es Beeren, die Weintrauben ähnlich sahen. Wie es scheint, kam der Name daher, glaubt ein Teil der Forschung.

Leif Eriksson kehrte nach seiner Entdeckung nach Grönland zurück, wurde aber von der Übersiedlung in das unbekannte Land durch den Tod seines Vaters gehindert. Sein Bruder Thorwald übernahm diese Aufgabe, war allerdings wenig erfolgreich: weil es zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Einheimischen kam blieben die Wikinger - die eigentlichen Entdecker Amerikas – nicht dauerhaft. Ein paar Jahrhunderte florieren wohl die Wikingerkolonien, bevor sie, wie die Grönlandsiedlungen, im Dunkel der Geschichte verschwinden.

Mit Sicherheit weiß man erst seit 1963, dass schon vor Kolumbus europäische Seefahrer in Amerika gewesen sein müssen. Damals nämlich entdeckte der norwegische Forscher Helge Ingstadt die Reste einer alten Siedlung ("Bucht der Wiesen") bei Anseaux Meadows an der Nordspitze von Neufundland. (Klett)


Quellen:
https://www.klett.de/alias/1038321
https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-zivilisation/leif-eriksson
https://www.britannica.com/biography/Leif-Erikson
https://www.kinderzeitmaschine.de/entdecker/lucys-wissensbox/amerika/wer-war-leif-eriksson/
https://de.wikipedia.org/wiki/Leif_Eriksson



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