Filmgespräche

In einer Einführung verortet ein Referent/ eine Referentin den Film in seiner Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Es werden Zusammenhänge zum Gesamtwerk des Regisseurs oder zu anderen Filmen aufgezeigt. Für ein „tieferes“ Verständnis helfen auch genauere Blicke auf Details und ihre Machart. Um fremdsprachliche Filme besser zu verstehen, werden auch Schlüsselvokabeln oder sprachliche Besonderheiten erläutert. Ein offener Meinungsaustausch rundet das Filmerlebnis ab. Pro Semester widmen wir uns einem ganz speziellen Thema, unter dem wir die Filme aussuchen.

Filmreihe "An Grenzen gehen"


Die Dramaturgie in Filmen erreicht meist dann ihren Höhepunkt, wenn die Protagonisten dazu gezwungen werden, an ihre körperlichen oder geistigen Grenzen zu gehen. Bisweilen sogar darüber hinaus. Wenn ein Filmcharakter das Maximum geben muss, um ein drohendes Unheil abzuwenden oder etwas Außergewöhnliches zu erreichen, dann hinterlässt er beim Zuschauer meist einen bleibenden Eindruck.

In unserer neuen Filmreihe treffen wir auf solche besondere Menschen. Zum Beispiel Toni Kurz und Andi Hinterstoißer, die in „Nordwand“ alles geben, um ebendiese am Eiger 1936 erstmalig zu bezwingen. Oder den Draufgänger Ali, der im fantastischen Drama „Der Geschmack von Rost und Knochen“ sein ganzes Wesen ändert, um der zutiefst deprimierten Stéphanie neuen Lebensmut zu schenken. Auch die Protagonistinnen in „Die Göttliche Ordnung“ müssen an ihre Grenzen gehen, damit gesellschaftliche
Gleichberechtigung endlich kein Tabuthema mehr ist.

Wie Sie es aus unseren vergangenen Filmreihen gewohnt sind, betrachten wir den Titel - „An Grenzen gehen“ - natürlich auch dieses Mal aus möglichst vielen Blickwinkeln. An die Grenze des guten Geschmacks gehen beispielsweise Vincent und Anna in der französischen Komödie „Le Prénom“. Sie wollen ihren Sohn „Adolphe“ nennen. Zum Entsetzen ihrer Freunde und Familie.

Manchmal sind es nicht nur die Charaktere eines Films, die über sich hinauswachsen, sondern die Schauspieler/innen selbst. So haben Matthew McConaughey und Jared Leto jeweils rund 25kg abgenommen, um in „Dallas Buyers Club“ möglichst authentisch an Aids Erkrankte darzustellen. So genanntes „Method-Acting“ in seiner vielleicht extremsten, aber auch beeindruckendsten Form.

An die Grenzen dessen, was der Mensch seiner Umwelt zumutet, sind wir sicherlich schon lange gestoßen. Das zeigen auch unsere beiden Dokumentationen in dieser Filmreihe. In „Rummelplatz Alpen“ nimmt Regisseur Louis Saul die Auswirkungen des  Tourismus auf die Alpenregion unter die Lupe. „Bottled Life“ zeigt die katastrophalen Folgen auf, wenn ein Gigant wie Nestlé anfängt Wasser zu privatisieren.

Und schließlich werden wir Grenzen auch noch im Sinne von „Abgrenzung“ betrachten. Ob als unsichtbare Barriere in der Literaturverfilmung „Die Wand“ mit der brillierenden Martina Gedeck in der Hauptrolle. Oder als bürokratische Hindernisse für Migrantinnen und Migranten, die gerne die Schweizer Staatsbürgerschaft annehmen würden. Zu sehen im humorigen Klassiker „Die Schweizermacher“, der auch über 40 Jahre nach seinem Erscheinen nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.

Zusammen mit unseren Kooperationspartnern von der Ev. Erwachsenenbildung, dem Kath. Bildungszentrum, dem BUND-Umweltzentrum und dem Büro für Klimaschutz der Stadt Offenburg lade ich Sie herzlich ein zu unseren Filmabenden: Mit Einführung in den Film und anschließender Diskussion. Und selbstverständlich zeigen wir auch wieder zahlreiche Filme im Originalton mit deutschen Untertiteln.

Hier gelangen Sie zu einer Übersicht der Filme.

Auch als Broschüre ist unsere Filmreihe im PDF-Format downloadbar

Sie finden die Broschüre darüber hinaus auch in gedruckter Version im VHS-Unterrichtsgebäude und in allen öffentlichen Auslagestellen.

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