Filmgespräche

In einer Einführung verortet ein Referent/ eine Referentin den Film in seiner Entstehungs- und Wirkungsgeschichte. Es werden Zusammenhänge zum Gesamtwerk des Regisseurs oder zu anderen Filmen aufgezeigt. Für ein „tieferes“ Verständnis helfen auch genauere Blicke auf Details und ihre Machart. Um fremdsprachliche Filme besser zu verstehen, werden auch Schlüsselvokabeln oder sprachliche Besonderheiten erläutert. Ein offener Meinungsaustausch rundet das Filmerlebnis ab. Pro Semester widmen wir uns einem ganz speziellen Thema, unter dem wir die Filme aussuchen.

Filmreihe "Von Einbrüchen, Umbrüchen und Aufbrüchen"

Einbrüche, Umbrüche, Aufbrüche. Sie kommen in nahezu jeder Biografie vor und gehören für die betroffenen Personen zu den einschneidensten Ereignissen in ihrem Leben. Während persönliche Einbrüche in erster Linie negativ konnotiert sind, können Umbrüche und (neue) Aufbrüche durchaus etwas Positives mit sich bringen.

Alle drei Begriffe liefern eine hervorragende Grundlage für die Dramaturgie in Filmen. Unsere neue Filmreihe begleitet und beobachtet Protagonisten, die mit schweren Einbrüchen zu kämpfen haben und mit Umbrüchen in ihrem Leben zurecht kommen müssen. Die aber auch mutig in die Zukunft blicken und bereit sind, zu neuen Zielen aufzubrechen. Es wird eine spannende Filmreise, auf der Sie ganz unterschiedliche Charaktere kennenlernen werden.

Den Anfang macht die italienische Familie Amato, die in den 60ern aus Süditalien mitten ins deutsche Ruhrgebiet auswandert. Mit seinem frühen Werk „Solino“ läuft Meisterregisseur Fatih Akin hier zum ersten Mal so richtig zu Hochform auf. Ebenfalls noch in einer früheren Rolle zu sehen sein wird Charakterdarsteller Mads Mikkelsen in der bitterbösen Komödie „Adams Äpfel“. Als etwas naiver Pfarrer versucht er Staftäter wieder auf den rechten Weg zu bringen. Das gelingt nicht so reibunslos, wie erhofft ...

Gleich mehrere schwere Schicksalsschläge prägen das Leben des kurdische Bienenzüchters Ibrahim. Doch der „Imker“ verliert seine Hoffnung und die Liebe zu den Bienen nicht. Ein tief bewegendes Beispiel für Mut und Lebenswillen. Sehr eindrücklich und nachhaltig sind auch die beiden Filme, die wir anlässlich des 100. Jubiläums zum Ende des Ersten Weltkriegs zeigen: Einerseits mit „Im Westen nichts Neues“ DEN 1930 gedrehten Klassiker und mit „Frantz“ auch ein ganz neues Werk über die Wirren und Probleme in der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Ebenfalls vor 100 Jahren urde das Wahlrecht für Frauen eingeführt. Für die entscheidenden Umbrüche waren damals die „Sufragetten“ verantwortlich. Das Porträt der britischen Regisseurein Sarah Gavron dokumentiert die Frauen auf ihrem Weg zu mehr Gleichberechtigung eindrucksvoll.

Schließlich dürfen in einer Filmreihe mit dem Titel „Von Einbrüchen, Umbrüchen und Aufbrüchen“ auch „Coming of Age“-Verfilmungen nicht fehlen. Während „Diarios de motocicleta“ den jungen Che Guevara in den Mittelpunkt rückt, erzählt das ruhige „Call Me By Your Name“ die jugendliche Romanze zwischen dem 17-jährigen Elio und dem Assistenten seines Vaters. Der von den Kritikern hoch gelobte Film wird übrigens zum ersten Mal in Offenburg zu sehen sein.

Zusammen mit unseren Kooperationspartnern von der Ev. Erwachsenenbildung, dem Kath. Bildungszentrum, dem BUND-Umweltzentrum und dem Büro für Klimaschutz der Stadt Offenburg lade ich Sie herzlich ein zu unseren Filmabenden: Mit Einührung in den Film und anschließender Diskussion. Und selbstverständlich zeigen wir auch wieder zahlreiche Filme im Originalton mit deutschen Untertiteln.

Hier gelangen Sie zu einer Übersicht der Filme.

Auch als Broschüre ist unsere Filmreihe im PDF-Format downloadbar

Sie finden die Broschüre darüber hinaus auch in gedruckter Version im VHS-Unterrichtsgebäude und in allen öffentlichen Auslagestellen.

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