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Erfolgreicher Abschluss des Projektes „Flucht und Migration verstehen“

Nach vier spannenden Vormittagen endete am 17.05.18 das gemeinsame Schulprojekt „Flucht und Migration verstehen“ der VHS und des Klostergymnasiums Offenburg mit einem intensiven Austausch mit Flüchtlingen und Mitarbeitern des Mig-rationsamts Offenburg.

Rund 30 Schülerinnen kamen am 14. Mai in die Volkshochschule, um die kommenden Tage das Filmprojekt „Flucht und Migration verstehen“ mitzugestalten. Während praktisch gesehen einiges an filmtechnischer Kompetenz vermittelt wurde, lag der inhaltliche Fokus des Projek-tes darauf, den Schülerinnen ein genaueres Verständnis von Flucht und Migration zu vermit-teln. Die globalen Zusammenhänge und Ursachen von Flucht wurden dabei ebenso themati-siert wie der Blick auf den oftmals gefährlichen Reiseweg und die Schicksale von Flüchtlin-gen.

Die Arbeit mit Filmen und Bildern erleichterte diesen Zugang. So fand durch eine reich bebil-derte Ausstellung zunächst die Annäherung an das Thema statt. Die Frage nach typischen Bildern schärfte den Blick und durch die Aneinanderreihung mehrerer Bilder wurden bereits als Vorgriff auf die Filme ganz eigene Geschichten erzählt. Auch der Bezug zur eigenen Le-benswelt war wichtig: Was muss passieren, damit man gezwungen ist aus Deutschland zu flie-hen? Wohin soll dann die Reise gehen? Und wer muss unbedingt mit? Fragen, über die man vielleicht vorher nie so richtig nachgedacht hat, wurden von den Schülerinnen diskutiert und bearbeitet.

Um noch weiter in das Themenfeld „Flucht und Migration“ vorzudringen, teilten sich die  Schülerinnen schließlich in zwei Projektgruppen auf. Von nun an wurde mit den Filmen „Die Piroge“ und „Ein Augenblick Freiheit“ die Schicksale von Flüchtlingen genauer unter die Lupe genommen. Die Wünsche und Träume der Protagonisten, Ursachen für die Flucht und die Widerstände auf dem Weg in eine bessere Zukunft wurden intensiv diskutiert und film-sprachlich in einem eigens erstellten Videoclip verarbeitet. Doch viele Fragen blieben auch unbeantwortet: Obwohl das Internet heute natürlich viele Informationen bereitstellt und auch die Filme eine ungefähre Vorstellung davon geben, wie eine Flucht verläuft, so sind in erster Linie Personen, die eine Flucht selbst erlebt haben die beste Informationsquelle.

Daher waren für die Abschlussveranstaltung, bei der die fertigen Videoclips und die noch offenen Fragen u.a. auch den Eltern präsentiert wurden, auch besondere Gäste eingeladen. Nassim (geflohen aus dem Iran), Assad, Samer und Odday (alle Syrien) schilderten ihre per-sönlichen Erlebnisse, die sie während ihrer Flucht nach Deutschland erlebt hatten und ihre aktuelle Situation. Die drei jungen Syrer hatten dabei auch noch einen eigenen Film mitge-bracht, in dem sie ihre Flucht nach Deutschland verarbeiten. Auch die Beweggründe für die Flucht wurden noch einmal dargelegt. Dabei wurde schnell deutlich, dass die dramatischen Ereignisse in den gesehenen Filmen sehr nah an der Realität waren. Weitere Informationen lieferten zwei Mitarbeiter vom Sozialdienst des Migrationsamtes. Der Ablauf eines Asylan-tragsverfahrens wurde den Schülerinnen ebenso näher gebracht, wie die Unterbringung und Familienzusammenführung von Flüchtlingen.

Der offene Austausch war für beide Seiten eine bleibende und ungemein wertvolle Erfahrung, über die die Schülerinnen wohl auch zuhause noch einige Tage gesprochen haben.

Das Projekt „Flucht und Migration verstehen“ der VHS Offenburg wurde gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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